Düsseldorfer Tabelle 2018

Turnusmäßig ändert sich zum 1.1.2018 die Düsseldorfer Tabelle mit den Bedarfsbeträgen für Kinder. Diesmal gibt es jedoch eine Besonderheit: Obwohl die Bedarfssätze steigen, wird zukünftig in der Regel weniger Kindesunterhalt bezahlt werden müssen.

 

Die letzten Jahre haben eine stetige Erhöhung der der Bedarfssätze für den Kindesunterhalt mit sich gebracht. So erhöhen sich auch zum Jahreswechsel 2017/2018 die Unterhalts(zahl)beträge für Kinder je nach Alter und Einkommensgruppe zwischen 5,00 € und 11,00 €.

 

Der Mindestbedarf steigt

-    für Kinder unter sechs Jahren von 342,00 € auf 348,00 €
-    für Kinder zwischen sechs und elf Jahren von 393,00 € auf 399,00 € und
-    für Kinder zwischen zwölf und siebzehn Jahren von 460,00 € auf 467,00 €.

 

Zugleich erhöht sich das Kindergeld. Für ein erstes und zweites Kind beträgt es nun 194,00 € (statt bisher 192,00 €), für ein drittes Kind 200,00 € (statt bisher 198,00 €) und ab dem vierten Kind 225,00 € (statt bisher 223,00 €).

Erstmals seit 2008 werden nun aber auch die Einkommensgruppen angehoben, nach denen sich die Bedarfssätze richten. Die Einkommensspanne einer jeden Gruppe steigt um 400,00 €. Dies hat zur Folge, dass sich der Kindesunterhalt trotz zunehmender Bedarfssätze in der Regel reduziert.
So muss beispielsweise ein Unterhaltspflichtiger, der bisher aufgrund eines bereinigten Einkommens von 3.700,00 € in Einkommensgruppe 7 eingestuft war und damit für zwei Kinder unter sechs Jahren 370,00 € monatlich pro Kind an Unterhalt entrichten mussten, zukünftig nach Einkommensgruppe 6 nur noch monatlich 349,00 € pro Kind leisten.

Jedem Zahler von Kindesunterhalt muss deshalb empfohlen werden, seine aktuelle Unterhaltsverpflichtung zu überprüfen. Ist sein unterhaltsrelevantes Einkommen gegenüber dem Zeitpunkt der Festlegung des Unterhalts gesunken oder auch nur gleich geblieben, ist zukünftig weniger Kindesunterhalt zu zahlen. Ist der Kindesunterhalt in einer gerichtlich protokollierten Vereinbarung, einem Gerichtsbeschluss oder einer Jugendamtsurkunde tituliert, ist eine formelle Abänderung oder ein einvernehmlicher Verzicht nebst Neuerrichtung erforderlich.

 

Der Unterhaltsbedarf für volljährige Kinder bleibt unverändert. Dies gilt auch für Volljährige mit einem eigenen Hausstand.

 

Ebenfalls erhöht werden die Bedarfskontrollbeträge, die Richtlinie für eine Angemessenheitsprüfung sein sollen, im Süddeutschen Raum aber keine Rolle spielen.

 

Die neue Düsseldorfer Tabelle 2018 finden Sie Leitet Herunterladen der Datei einhier. Am Ende des Dokuments sind die Tabellen mit den vom Unterhaltspflichtigen tatsächlich zu leistenden Zahlbeträgen abgedruckt. Diese sind nicht mit den auf Seite 1 gelisteten Bedarfssätzen identisch, da bei der Ermittlung der Zahlbeträge das hälftig auf den Bedarf anzurechnende Kindergeld berücksichtigt werden muss.

Link: Leitet Herunterladen der Datei einDüsseldorfer Tabelle 2018

 

 

 

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